Nach dem Loslaufen der übliche schweißtreibende Aufstieg aus dem Tal, in dem die Orte typischerweise liegen. Dann geschlagene drei Stunden nur durch dichten Fichtenwald gelaufen. Es war mal wieder so still, dass es fast unheimlich war. Am Ende der Hochebene gab es noch einen halsbrecherischen Abstieg durch riesenhafte Felsblöcke nach Bollendorf.
Natürlich habe ich mich beim Abstieg auch noch verbastelt, sodass ich erst nach achtzehn Kilometern im Burghotel Bollendorf mein lang ersehntes Frühstück bekam. Das war dafür wirklich toll! Kaffee, Rührei, Naturjoghurt und frischen Obstsalat bis zum Abwinken. Ich habe mir für bescheidene neun Euro so richtig den Bauch vollgeschlagen.
An der Brücke über die Sauer bei Weilerbach, die Luxemburg mit Deutschland verbindet, habe ich die erste amtliche Entfernungsangabe bis Santiago gefunden: 2.431 Kilometer sind’s. Na, das ist doch überschaubar!
In Echternach durfte ich dann den Ursprung der bekannten Springprozession bestaunen, nämlich das Grab des „Apostels der Friesen“, des irischen Missionars Willibrord, der im siebten Jahrhundert lebte, das Kloster Echternach gegründet hat und in der Krypta der dortigen Basilika begraben liegt.
Dann ging’s – wie sollte es anders sein – mal wieder steil bergauf gen Welschbillig. Zwischendurch hatte ich noch zwei Stunden lang eine mit zahlreichen Windrotoren bestückte aber ansonsten reizarme Hochebene zu durchqueren. Das war ganz schön langweilig.
Kurz vor Welschbillig bin ich bei den Salesianern Don Boscos am Helenenberg zur Nacht untergekommen. Dieser Orden befasst sich nach dem Vorbild seines Gründers mit Jugendhilfe. Hier am Helenenberg sind etwa 130 Jugendliche untergebracht, die hier zur Schule gehen und eine Berufsausbildung erhalten. Ist ein großes Gelände mit mehreren Betrieben.







