Waxweiler – Mettendorf (31,0 km)

Frühstück in Neuerburg

Im strömenden Regen losgelaufen. Nach einer Stunde brach ein heftiges Gewitter über mir los. Da ich mich am Waldrand in einer Senke befand, fühlte ich mich nicht besonders. Es hat ordentlich um mich rum gekracht und wie aus Kübeln gegossen. Ich habe das Gewitter im Stehen mit geschlossenen Beinen – wegen der Schrittströme – abgewartet. Mein treuer Regenschirm hat das meiste Wasser von mir ferngehalten.

Ich habe nicht schlecht gestaunt, man könnte auch sagen, ich habe mich zu Tode erschrocken, als aus dem Nebel plötzlich ein Wolf auftauchte. Ich hatte mein extra für diesen Fall beschafftes Pfefferspray zur Selbstverteidigung schon gezückt, als sich herausstellte, dass besagter Wolf sich wenig aggressiv zeigte, ein Halsband trug und zu einem Pärchen mit noch zwei weiteren Hunden dieses Kalibers gehörte, das gerade mit seinen Lieblingen („nein, die tun nix!“) einen Morgenspaziergang unternahm. Also Pfefferspray wieder weggepackt und Foto gemacht 😉

Habe doch tatsächlich trotz des grauen Wetters einen Segelflieger gesehen. Nach ein paar offenbar erfolglosen Kreisen hat er’s dann mit dem Hang probiert, bevor er aus meinem Gesichtsfeld verschwand. Kurze Zeit später hörte ich ein bekanntes Motorgeräusch und der vermeintlich außengelandete Segelflieger stellte sich als Falke SF-25 heraus. Na ja, bei dem Wetter würde ich mich auch nicht auf die Thermik verlassen. Die drei Bussarde, die gleichzeitig in meinem Blickfeld kreisten, schafften es aber trotzdem, thermisch oben zu bleiben. Also ging da doch was!