Mit einer ausgewachsenen Sinnkrise bin ich wachgeworden. Am Bahnhof von Euskirchen stand ich kurz in der Versuchung, auf den nächsten Zug zu warten und einfach nach Hause zu fahren. Ich glaube, wenn da einer gestanden hätte, ich wäre eingestiegen. Stand aber keiner…
Also bin ich weitergelaufen, zwar nicht besonders motiviert, aber was will man morgens um fünf in Euskirchen sonst tun? Irgendetwas muss ich finden, das meinen einsamen Tagen hier unterwegs Sinn gibt. Kilometer fressen alleine reicht nicht. In Spanien auf dem Camino mit vielen Menschen, die ansprechbar und häufig auch interessant waren, war’s bedeutend einfacher.
Eigentlich wollte ich heute mal ’ne kurze Strecke laufen. Hat aber nicht geklappt, weil die Pension in Frohngau, die ich angepeilt hatte, leider nicht mehr existierte. Auch im benachbarten Engelgau war die im Führer verzeichnete Pension nicht mehr da. So blieb mir nichts anderes übrig, als noch die zwölf Kilometer bis Blankenheim dranzuhängen. So ist der Tag heute doch wieder länger geworden. Und die letzten vier Kilometer vor Blankenheim waren eine richtige Herausforderung, nicht körperlich, aber mental: Schnurgeradeaus durch den Wald, und das eine knappe Stunde lang; das zehrt!
Meine Sinnkrise ist aber immer noch da. Also, liebe Leute, jetzt brauche ich Eure Ermutigung! Und zwar eine richtig kräftige. Keine Beschwichtigung der Bauart „Kopf hoch, Burkard, Du schaffst das schon!“ Das reicht nicht. Also, auch wenn Ihr bisher nur mitgelesen habt, jetzt denkt Euch mal was aus! Ich freue mich auf Eure Unterstützung!
















