Saintes-Maries-de-la-Mer — Avignon

35. Tag, 96 Kilometer, 290 Höhenmeter

Jeder Tag hat seine eigenen Herausforderungen. Heute hatten wir uns auf den neuen Modus „Heimreise“ einzustellen. Bisher hatten wir die Ziele „Rom“ und „Saintes-Maries-de-la-Mer“. Mit der heutigen Kursänderung nach Norden beginnt der letzte Dreiecksschenkel unserer Rundreise. Das will zusammen mit dem Abschied vom Mittelmeer erstmal verdaut werden.

Die zweite Herausforderung heute war der stürmische Nordwind. Er hat unsere sonst übliche Reisegeschwindigkeit in ebenem Gelände von 25 auf 13 bis 15 Stundenkilometer reduziert und war so laut, dass wir uns kaum mehr unterhalten konnten. Echt anstrengend! 

Unser Weg führte uns erst eineinhalb Stunden auf einsamen Wirtschaftswegen durch die Camargue. Das war richtig meditatives Radeln bei schönstem Wetter in den werdenden Tag! Später erreichten wir dann Arles und gönnten uns dort die erste Pause bei Kaffee und frischen Erdbeeren.

Aus unserer Mittagspause wurde leider nichts, da wir erst gegen Zwei den nächsten Ort erreichten und alle dortigen Restaurantküchen schon geschlossen hatten. So gab’s halt die letzten Müsliriegel und einen Schluck aus der Wasserflasche.

Ab Arles sind wir dem Fernradlerweg EuroVelo EV17 gefolgt. Der ist wunderbar und größtenteils weitab von stark befahrenen Straßen angelegt. Uns sind zahlreiche Radler begegnet, die seine Vorzüge offenbar auch zu schätzen wussten. Voraussichtlich werden wir diesem Weg nun bis Lyon folgen.

Als Tagesziel für heute ergab sich so ganz zwanglos Avignon. Wir hatten einfach die Nase voll von dem dauernden Sturm (ich glaube, Mistral heißt er). Hier haben wir mitten in der Altstadt ein günstiges Hotel aufgetan, das neben uns auch unser Tandem beherbergt. Gerade kommen wir vom Stadtrundgang mit anschließendem vorzüglichem Essen zurück und lassen diesen einmaligen Tag nun in Ruhe ausklingen.

5 Kommentare

  1. Liebe Radler,

    Bei Avignon habe fast 1,5 Jahre gearbeitet. Burkard, ich glaube du hast da noch mitgewirkt (FURNON). Der dauernde Wind = Mistral, die karge Landschaft, der frühe Frühling mit Kirschen, der heiße Sommer, der spezielle Ziegenkäse. Raphael war damals 2 Jahre alt und Ulla ist damals zu Besuch mit ihm da gewesen. Eine sehr schöne Zeit.

    Genießt Frankreich!

    Klaus

    1. Lieber Klaus,

      klar kann ich mich noch gut an unser Furnon-Projekt erinnern! War das nicht in Alès? Gerne denke ich vor allem an die Riesenpizza mit Roquefort, auf die man sich dann noch Olivenöl mit Peperonis kippte. Gibt’s die Firma Furnon noch? Machst Du noch Wartung für die? Alès liegt nicht auf unserer Route, sonst würde ich mal nachsehen ?

      Aber den Mistral, den gibt’s auf jeden Fall immer noch ?

      Herzliche Grüße
      Burkard

    1. Gut wenn man in Meteorologie aufpasst, mit unserem Optimismus dachten wir zu Anfang, daß der Wind natürlich vom Meer her kommt…
      Mittlerweile ist es jedoch nur noch ein nettes Lüftchen bei den sommerlichen Temperaturen.

      Grüße an den Rhein, Eure Sabine

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