Draguignan — Rognes

33. Tag, 114 Kilometer, 1180 Höhenmeter

Für den gesamten Tag heute war Regen vorhergesagt. Schon am Morgen waren die Berge um uns herum in dichte Wolken gehüllt. Umso mehr konnten wir uns freuen, dass der Regen bis zum Nachmittag auf sich warten ließ.

Dafür hatten wir auch heute wieder mehr als tausend Höhenmeter zu absolvieren, obwohl wir eigentlich damit gerechnet hatten, uns nach einer kurzen Steigung zum Etappenbeginn den Rest der Strecke bis zum Rhonedelta gemütlich bergab rollen zu lassen. Das war wohl nichts ?

Dafür hatten wir zwischendurch mehrfach das Glück, wieder auf ehemaligen Bahntrassen fahren zu können, eine wirkliche Erholung gegenüber dem ständigen Auf und Ab.

Das Chambre d‘hôtes, das wir uns am Spätnachmittag als Etappenziel ausgesucht hatten, war leider schon voll belegt. Madame hat uns aber freundlicherweise an eine andere Lokalität vermittelt, wo uns aber zunächst leider niemand öffnete.

So haben wir uns die Zeit in einer Bar hier im Ort vertrieben. Dort herrschte Bombenstimmung! Offenbar hatte die Dorfjugend beim gleichzeitig stattfindenden Weinmarkt in den Nachbargassen schon tief ins Glas geschaut und sich dann in der Bar vor dem Regen in Sicherheit gebracht. Es war laut und fröhlich!

Als die Madame unseres Chambre d‘hôtes schließlich aus Aix-en-Provence zurück war, wurden wir äußerst freundlich von ihr und Monsieur begrüßt und mit Smalltalk unterhalten. Unter anderem haben die Beiden uns die Geschichte des Hauses erzählt: Es ist eine ehemalige Relais-Station aus dem 17. Jahrhundert. Die damaligen Pferdeställe im Erdgeschoss sind nun der Salon. Die Atmosphäre ist ganz wunderbar, und auch unser Zimmer und unser Bad sind großzügig und schön. Wir werden sicher gut schlafen!

Zum Abendessen brauchten wir nur zwei Häuser weiter zu gehen. Monsieur hatte uns das Restaurant dort empfohlen, und wir haben dort auch tatsächlich gut gegessen. Außerdem trafen wir dort Verena und Urs aus der Schweiz, die ebenfalls bei Madame und Monsieur Quartier genommen hatten. Mit den Beiden konnten wir endlich mal wieder auf Deutsch plaudern. Die muntere Konversation haben wir nach unserer gemeinsamen Rückkehr zusammen mit Monsieur bei einem Absacker noch eine Weile fortgesetzt, bis wir uns in unsere Zimmer zurückgezogen haben.

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