Bordighera — Pégomas

31. Tag, 99 Kilometer, 710 Höhenmeter

Was für ein turbulenter Tag war das heute! Die letzten Kilometer auf italienischem Boden, aber dann, nach der französischen Grenze, begann die Côte d‘Azur mit den bekannten Städten Menton, Monaco, Nizza, Antibes und Cannes. Die gehen alle mehr oder weniger ineinander über, sodass wir den ganzen Tag vom innerstädtischen Verkehrsgewusel umgeben waren. Und das Ganze auch noch mit kräftigen Steigungen und französischen Autofahrern, die sich bei weitem nicht so freundlich und aufmerksam aufführten wie ihre italienischen Kollegen. Ganz schön anstrengend das Ganze!

Der absolute Hammer aber ist Monaco, die größte mir bekannte Plattenbausiedlung! Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendjemand dort freiwillig oder gar gerne wohnt. Nur ödeste Architektur und in den ohnehin knappen Straßen ein irrsinniger Autoverkehr. Zudem werden gerade die Vorbereitungen für den Formula 1 Monaco Grand Prix getroffen, was die Situation weiter verschärfte. Wir waren froh, als wir mit heiler Haut wieder draußen waren!

Nizza war dagegen ganz erträglich und Antibes sogar sehr nett anzuschauen. Cannes war völlig verstopft, weil dort wohl gerade die Filmfestspiele stattfinden. Auf jeden Fall war viel Volk unterwegs, und wenn uns freundliche Polizisten nicht unterstützt hätten, wären wir wohl kaum durch die Menschenmassen durchgekommen.

Viel zu sehen gab’s aber auf jeden Fall! Auch einigen sehr auffällig und extravagant gekleideten Damen sind wir begegnet. Leider ist uns Clint Eastwood nicht über den Weg gelaufen. 

Nach neunundneunzig Kilometern Trubel waren wir heilfroh, in Pégomas ein einfaches, typisch französisches Hotelchen gefunden zu haben. Nach dem Abendessen beim lokalen Chinesen haben wir uns dort noch bei einem Bier mit den Jungs an der Theke köstlich amüsiert. Der Barkeeper hat uns sogar erlaubt, unser Tandem über Nacht in seiner Bar unterzustellen. So können wir nun beruhigt schlafen gehen.

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