Chiusi — Attigliano

20. Tag, 84 Kilometer, 760 Höhenmeter

Nach dem gestrigen Regentag war der strahlende Sonnenschein heute Morgen eine Offenbarung! Mit Bert zusammen haben wir uns direkt nach dem Auszug aus unserem Hotel in der nächstbesten Bar zum gemeinsamen Frühstück zusammengesetzt. Dann mussten wir uns voneinander verabschieden, da Bert weiter Richtung Norden und wir in Richtung Süden fahren.

Unsere heutige Etappe begann ganz entspannt auf unserem BI-1, der uns auf wenig frequentierten Nebenstraßen weiter in Richtung Rom führte. Nach einer Stunde geruhsamen Radelns ging’s dann leider auf stark befahrenen Landstraßen weiter. Für den Captain bedeutet das, dass er nicht nur auf das Gleichgewicht seines Gefährts und den knapp an seiner Linken vorbeirauschenden Verkehr, sondern auch auf die vielen tiefen Schlaglöcher zu achten hat, die sich auf italienischen Straßen gerne auf der Fahrbahnaußenseite tummeln. Richtiger Stress ist das!

Glücklicherweise haben meine Herzallerliebste und ich mittlerweile herausgefunden, in welchen Abständen uns eine Pause gut tut, um erst gar keine schlechte Laune mit Spannungen zwischen uns aufkommen zu lassen. So haben wir den geradelten Teil des Tages trotz einiger Höhenmeter in bester Laune um kurz vor Vier in unserem Hotel für diese Nacht zu einem guten Ende gebracht.

Für einen kurzen Augenblick waren wir versucht, schon morgen nach Rom zu fahren, weil uns die angepeilte Unterkunft dort nur morgen und übermorgen beherbergen wollte. Zum Glück haben wir noch die Kurve gekriegt, uns nicht von Dritten unter den Druck setzen zu lassen, morgen unbedingt hundert Kilometer und 1400 Höhenmeter absolvieren zu müssen. Schließlich sind wir ja im Urlaub!

Gerade kommen wir vom Essen zurück und freuen uns jetzt ganz ohne Druck auf den morgigen Tag, der uns mit allerschönstem Wetter angekündigt ist.

Kommentar hinterlassen