Borghetto — San Giovanni in Persiceto

15. Tag, 134 Kilometer, 420 Höhenmeter

Heute hatten wir es mit der Po-Ebene zu tun. Und die ist — wie der Name schon sagt — eben. Oder fast eben. Immerhin haben wir ohne große Anstrengung ziemlich viele Kilometer geschafft. Und das nächste ernsthafte Hindernis ist schon in Sicht, der Apennin. Ist zwar nicht so hoch wie die Alpen, verspricht aber doch einige stramme Bergwertungen. Aus diesem Grund werden wir uns morgen erstmal in Ruhe Bologna ansehen und uns dann langsam an die Steigungen anschleichen. Morgen wird also eher ein ruhiger Tag.

Ganz besonders waren heute die schrägen Begegnungen mit dem lokalen Gaststättengewerbe. Zur Mittagspause nach immerhin siebzig Kilometern wollten wir zünftig einkehren. Leider sah sich das einzige Restaurant weit und breit nicht in der Lage, uns etwas Handfestes auf den Tisch zu bringen. Immerhin bekamen wir Cappuccino und Eis kredenzt. Das reichte für die weiteren Kilometerchen.

Unser mittlerweile traditionelles Hundert-Kilometer-Bier wollten wir in einer Hotelbar zu uns nehmen. Allerdings war die Bude dermaßen abgerockt, dass sie uns kein alkoholfreies Bier servieren konnte. Sabine hat mit ihrem Charme allerdings noch eine Birnensaftschorle organisiert, sodass wir nicht verdursten mussten. Und der Chef vom Dienst war richtig nett!

Untergekommen sind wir heute mal wieder ganz anders als am Vortag: War unsere Villa gestern eher nobel und vom Feinsten, sind wir heute auf einem Bauernhof abgestiegen. Dafür hat die Chefin uns persönlich aufs Feinste mit den Produkten ihrer Küche bedient. Das war vielleicht gut und lecker! Was haben wir schon wieder für ein unverschämtes Glück!

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