Lindau — Bad Langensalza

3. Tag, 100 Kilometer, 810 Höhenmeter

Heute sind wir doch glatt während der Fahrt abgestiegen. Unbeabsichtigt natürlich. Auf einem Waldweg mit tiefen Spurrinnen habe ich mir allergrößte Mühe gegeben, mitten zwischen den Rinnen zu bleiben. Offenbar hatte sich unter dem Gras in der Mitte aber noch eine weitere Rinne versteckt. Die hat uns hingehauen. Bei der anschließenden unsanften Landung hat sich meine Sabine leider ihr Knie aufgeschürft, was anfangs wohl ziemlich schmerzte. Am Rad war nix, und auch ich hatte nichts abbekommen. Nach zwei, drei Schreckminuten sind wir also wieder aufgestiegen und weitergefahren.

Die heutige Strecke hatte Sabine wieder ganz toll ausgesucht! Keine vielbefahrenen Straßen, nur in der ersten Hälfte ein paar giftige Anstiege und dann zum Ausklang des Tages den traumhaften Radwanderweg entlang der Unstrut. So sind wir am Ende trotz des kleinen Vorfalls fröhlich und guter Dinge um kurz nach Vier in Bad Langensalza eingetrudelt.

Gleich drehen wir noch zu Fuß eine Runde durch‘s Städtchen, nach unserem ersten Eindruck von vorhin ist es sehr schön. Außerdem ist das Wetter einfach traumhaft! Und vielleicht gibt man uns auch noch etwas zu essen; außer einem Stück Torte in Leinefelde und einem Eis in Mühlhausen hat‘s heute noch nichts gegeben.

Etwas Sorgen bereitet mir unser Rädchen. Es verliert an der Schaltbox der Rohloff-Nabe ständig etwas Öl und ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, dass das Öl nicht aus der Nabe selbst stammt. Das wäre blöd, denn dann würde sie irgendwann trocken laufen. Das möchte ich unbedingt vermeiden! Deshalb werden wir wohl morgen früh vor unserem Aufbruch hier den lokalen Fahrradhändler aufsuchen. Vielleicht kann der mir meine Sorge nehmen oder besser noch, den Simmerring des Nabengehäuses erneuern.

5 Kommentare

  1. Hallo Ihr Beiden, ich war schon ganz neugierig, wie weit ihr heute gekommen seid. In den nächsten Wochen und Monaten wird das allabendliche Lesen eures Blogs wohl zu einem liebgewonnenen, festen Bestandteil in meiner Tagesroutine. Auch wenn sich das mit dem Sturz nicht so schön liest, aber auf so einer Tour lassen sich solche Zwischenfälle wohl nicht ganz vermeiden.
    Genießt den Abend und weiterhin alles Gute!
    Ines

    1. Liebe Ines,

      heute machen wir keinen Abendbummel und die morgige Tour habe ich schon geplant, somit möchte ich Dir kurz Entwarnung zu meinem Sturz geben, der Schrecken war größer als die Folgen…die Fahrt macht riesig Freude, besonders mit meinem tollen Captain!

      Liebe Grüße zu Euch und nochmals Danke für die liebe Aufnahme am ersten Reisetag!

      Sabine

  2. Wenn Ihr so weiter macht, dann seid Ihr nächste Woche schon in Rom! Ok, die Alpen werden euch noch ein bisschen bremsen.
    Wir sind bei diesem schönen Wetter heute auch geradelt und mit den Rennrädern von Hannover nach Uslar (120km mit 1.000 HM) gefahren, um Marcus Mama einen vorösterlichen Besuch abzustatten. Die Strecke ging über die Marienburg an den sieben Bergen vorbei (da wo die sieben Zwerge wohnen) nach Alfeld, dann über den ersten Berg (parallel zum Roten Fuchs) und weiter über Markoldendorf und den Solling durch zartgrüne Buchenwälder entlang eines rauschenden Bächleins am Neuen Teich vorbei hinauf zum Spann und dann im Sausetritt mit Weitblick hinunter ins Tal nach Uslar.
    Gestärkt mit Kaffee, Torte und Ostereiern haben wir uns dann faul von der Bahn wieder nach Hause bringen lassen.
    Jetzt fallen wir müde ins Bett. Gute Nacht,
    Karin

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