Bielefeld — Scholen (121km)

Bei Herford hatten wir unseren ersten Plattfuß überhaupt, hinten natürlich. Routiniert wollte ich ihn flicken, was leider – Klassiker! – an der eingetrockneten Gummilösung scheiterte. Trotz mehrfacher Versuche konnte ich das Löchlein nicht dicht bekommen. Schließlich reichte es bis zur nächsten Autowerkstatt, wo uns hilfsbereite Mechaniker mit einem Teufelszeug versorgten, mit dem sie angeblich die Frontscheiben in ihre Autos kleben. Leider hat uns dieses Zeuchs auch nicht besonders weit gebracht. Die letzten paar Hundert Meter bis zum Fahrradladen am Herforder Bahnhof mussten wir schieben. Dort angekommen habe ich fix – ich war selbst überrascht, wie leicht sich das Hinterrad ausbauen ließ – den Schlauch gewechselt, und dann konnte es endlich weitergehen.

Das Wiehengebirge bescherte uns die letzten Bergwertungen vor Scholen. Danach gab’s zur Stärkung ein dickes Eis im Eiscafé Momo in Nettelstedt. Von dort aus hatten wir einen traumhaften, ebenen Radweg bei herrlichstem Wetter. Wir haben fast niemanden getroffen und sind bei leichtem Rückenwind mit hoher Geschwindigkeit gen Heimat geradelt.

Zur Feier der Rückkehr haben wir uns kurz vor Schluss noch in Sulingen bei Willi zusammen mit Michael ein Guinness gegönnt. Die restlichen zehn Kilometerchen bis zu unserem trauten Heim vergingen so gestärkt wie im Fluge.

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