Santiago de Compostela (0km)

Heute war mein bisher schwerster Tag in Santiago. Ich fühlte mich völlig leer und phantasielos und wusste partout nichts mit mir anzufangen. Mein äußeres Ziel ist erreicht und damit meine offensichtliche Aufgabe weg, die Stadt selbst mit ihren vielen Menschen sagt mir nichts und nervt mich nur und zudem war heute auch noch das Licht uninteressant zum Knipsen.

Es will mir heute einfach nicht gelingen, dem Tag irgendetwas Positives abzugewinnen. Wäre da nicht das bewährte italienische Restaurant, das mich auch heute wieder mit einem vorzüglichen Abendessen verwöhnt hat!

Jetzt sitze ich bei angenehmer Temperatur auf der Praza da Quintana de Mortos vor dem Mosteiro de San Paio de Antealtares und schaue mir die illuminierte Kathedrale an. Ein versöhnlicher Ausklang eines nicht so erfreulichen Tages!

Ich bin der Anregung von Jürgen Wellmann gefolgt und habe die Altstadt von Santiago in den umliegenden Parks umrundet. Hier ein Café, das vollständig in die Botanik integriert ist.
Hier ein Blick auf die Kathedrale aus einiger Entfernung.
Ein hübscher Weg entlang dem Río Sarela.
Eine Straße, die anlässlich des Besuchs von Papst Johannes XXIII gestaltet wurde.
Verwunschenes Gebäude im Parque de San Domingos de Bonaval.
Verwunschenes Gebäude im Parque de San Domingos de Bonaval.
Mein Bett für diese Nacht.

3 Kommentare

    1. Liebe Gudrun,

      Du provozierst meinen Widerspruch: So sehr ich Sabine auch liebe, diese Macht hat sie nicht, “alles gut” zu machen. Außerdem ist auch schon so alles gut, es fühlt sich für mich nur in meiner Verwirrung schwer an.

      Trotzdem: Danke für Deine Ermutigung! Und ich freue mich riesig, ab heute meine Allerliebste wieder nah an meiner Seite zu haben! Und ganz bestimmt ist diese innige Nähe Halt und Trost für meine aufgescheuchte kleine Seele. (Ich glaube, das meintest Du auch.)

      Liebe herzliche Grüße und auf hoffentlich bald!
      Burkard

  1. Lieber Burkard, so war es von mir gemeint, Sabine macht nicht, dass alles gut wird, aber sie wird dir gut tun, denke ich. Es ist ja oft so, wenn man lange auf ein Ziel hingelebt hat und es dann erfüllt ist, dass sich dann Leere einstellt. Die Erfahrung lehrt, dass es dann neue Füllungen geben wird. Euer nächstes Ziel ist dann Finistere und dann die Zugfahrt zurück… vielleicht wäre es für dich einfacher gewesen, wenn du deinen Weg zum Schluß etwas gestreckt hättest und nicht die vielen Tage alleine in Santiago verbracht hättest, wenn vielleicht Sabine sogar auf dich da gewartet hätte… aber das ist Spekulation, nun ist es wie es ist 😉 Euch eine wundervolle Zeit!
    Liebe Grüße
    Gudrun

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