Terradillos de los Templarios – Reliegos (45,0km)

Noch so ein mental herausfordernder Tag wie gestern! Stunde um Stunde schnurgeradeaus an Landstraßen entlang. Das erlaubt zwar einerseits meditatives Gehen, wird aber nach einigen Stunden dann doch langweilig.

Jetzt bin ich in Reliegos und habe in der örtlichen Kneipe ein Einzelzimmer ergattert. Nach der schlaflosen letzten Nacht mit schnarchenden Mitpilgern im Viererschlafsaal freue ich mich so richtig auf eine geruhsame Nacht ohne laute Mitmenschen!

2 Kommentare

  1. Lieber Burkard,
    Du hast so viele Eindrücke bekommen und verarbeitet, so viele Tiefs und Hochs erlebt – da schaffst Du die letzten km mit einem solchen Ausblick doch spielend.
    Bei dem Trubel und den überraschenden Entwicklungen bei der HSP möchte ich mir am liebsten Dein Foto mit dem schnurgeraden Weg ausdrucken und an die Wand hängen – endlich ein Weg, den wir einfach gehen können – ohne Abzweigungen, ohne Störungen von außen. So sind die derzeitigen Lebenswelten halt verschieden.
    Jedenfalls genieße ich die unendliche Ruhe, die Deine Bilder von der Mesata ausstrahlen. Du tust auch etwas Gutes, während Du eher angeödet bist!
    Nach einer stärkenden Nacht wünscht Dir aus dem sonnigen Münster einen schönen Sonntag bei meditativem Gehen mit ein paar unverhofften Impressionen
    Ulla

    1. Liebe Ulla,

      danke für Deine Ermunterung! Na klar schaffe ich die letzten paar Kilometerchen auch noch, wär’ doch gelacht! Ja, Hochs habe ich in den vergangenen fünfundneunzig Tagen viele erlebt, an Tiefs kann ich mich allerdings gar nicht erinnern. Waren da welche?

      Auch der Weg von HSP ist gerade, es kommt nur darauf an, ihn aus der passenden Perspektive zu betrachten. Mein aktueller Weg hat allerdings den Vorzug, dass er ausgeschildert ist.

      Dass Dir meine Mesetabilder gefallen, freut mich sehr! Die Ruhe, die mir manchmal eher zu viel ist, ist vermutlich genau die, die Du suchst. Jeder geht halt seinen Weg, und die Freiheit, ihn ins auszuwählen, haben wir ja glücklicherweise.

      Dir, liebe Ulla, herzliche Grüße aus dem verschlafenen Rabanal del Camino
      Burkard

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