Lauzerte – Moissac (29,3km)

Mit kräftigen Hals- und Kopfschmerzen bin ich aufgewacht und fühlte mich schlapp und kränklich. Dennoch habe ich mich aufgerafft und bin wie jeden Tag losgegangen. Die ersten zwei Stunden verbrachte ich in Gesellschaft von Gabi (Schweiz) in angeregtem Gespräch. Nach einer Kaffeepause sind wir dann getrennt weitergegangen. Und weil es mir zunehmend besser ging, bin ich vorgelaufen.

Drei Kilometer vor Moissac holte ich José ein. Er kommt aus Asturien in Nordspanien und geht die Via Podiensis bis hinter dem Pyrenäenpass in Roncesvalles. Nach kurzem Radebrechen auf Französisch haben wir uns dann lieber weiter auf Englisch unterhalten. In Moissac trennten sich unsere Wege allerdings schon wieder. Ich wollte erst Kirchenportal und Kloster sehen, er strebte seine Unterkunft an.

Das Quercy Blanche mit seinen kargen Kalkböden liegt nun hinter mir. Die aktuelle sanfte Hügellandschaft erinnert mich an die Toscana: Schöne terracottafarbene Häuser in Wein- und Obstplantagen, ab und zu Pinien. Von einem Tag auf den anderen hat sich das Landschaftsbild komplett verändert. Ich bin sehr gespannt, was bis zu den Pyrenäen noch alles kommt!

Der Sonnenaufgang von der Terrasse meines Chambre d’hôtes aus. Der Swimmingpool hier erlaubt einen wirklich phänomenalen Ausblick nach Süden. Und die Taube rechts auf der Mauer haben nur auf den Fotografen gewartet und sind dann im richtigen Augenblick losgeflogen.

2 Kommentare

  1. Jetzt, nach ein paar Tagen wieder am Computer statt Smartphone, sehe ich die Bilder erst richtig – sag, hätte man in dem Schwimmbad schwimmen dürfen? Das ist ja ein Traum!

    Ich gönne Dir alles von ganzem Herzen, welch wunderbaren Eindrücke und wieder einmal ein Dankeschön an Dich für Dein Teilhaben lassen,

    Deine Sabine

    1. Liebste mein, Du!

      Na klar, das Schwimmen darin war ausdrücklich erlaubt. Und wenn ich mich an dem Tag nicht so schlecht gefühlt hätte, wäre ich sicher reingehüpft. Aber an Dich und Deine Schwimmleidenschaft habe ich natürlich gleich gedacht. Vielleicht kommen wir beiden ja demnächst in diese Gegend. Dann übernachten wir natürlich dort. Wir sollten uns allerdings damit beeilen, Madame ist schon ziemlich alt und deutete an, das Haus nicht mehr lange halten zu wollen.

      Ich freue mich auf Frankreich mit Dir!
      Der Deinste

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