Cajarc – Varaire (27,1km)

Mal wieder so ein ganz und gar unspektakulärer Tag: Um sechs bin ich in Cajarc aufgebrochen, um vor der angekündigten Hitze und den Gewittern des Nachmittags in Varaire zu sein. Bei der ersten Rast in Saint-Jean-de-Laur habe ich heute ausnahmsweise mal im Gîte d’étape les Marroniers reserviert, weil ich sichergehen wollte, in dieser einzigen Schlafmöglichkeit in Varaire auch wirklich unterzukommen und nicht noch weiter laufen zu müssen.

Unterwegs ging’s im Wesentlichen eben durch eine karge Landschaft mit Kalkboden, die als Weideland genutzt wird. Die Vegetation besteht größtenteils aus kleinen Eichen. Niedrige Natursteinmauern begrenzen die Weiden und prägen das Landschaftsbild. Ab und zu gibt’s einen Dolmen zu bestaunen, sonst gibt’s wenig Abwechslung.

Meine Unterkunft ist rustikal und nett, und Abendessen gibt’s um halb acht auch. Gerade eben hat es draußen angefangen zu gewittern, und ich sitze hier schön im Trockenen bei offenem Fenster und genieße die frische, endlich etwas abgekühlte Luft. Was will ich mehr?

4 Kommentare

  1. Lieber Burkard,
    an den vielen “Kunstwerken” am Wegesrand merkt man, dass viel mehr Menschen unterwegs sind und viel mehr Menschen die Pilger begleiten.
    Welche spektakulären Dinge erwartest Du?
    Der Alltag der Daheimgebliebenen ist ja auch unspektakulär: Aufstehen – zur Arbeit fahren – die jobs erledigen – essen – trinken – nach Hause fahren – Haushalt machen – schlafen ….
    Oder wurde Deine Neugierde nicht ausreichend befriedigt heute?
    Unspektakuläre Grüße aus Münster nach la France von
    Ulla

    1. Liebe Ulla,

      für mich klingt Burkards “unspektakulär” eher entschuldigend, dass er seinen Bloglesern nichts Interessanters zu bieten hat und nicht, dass er etwas Spektakuläres erwartet. Aber vielleicht täusche ich mich. Burkard, das kannst also nur Du klären.
      Vielleicht gehört es zu unseren Lebensaufgaben, jedem Tag etwas Besonderes abzugewinnen, wobei ich das dann nicht spektakulär nennen würde.

      So wünsche ich uns allen für morgen ein bereicherndes Erlebnis und jetzt gute Nacht,

      Sabine

    2. Liebe Ulla,

      nicht dass Du mich missverstehst, ich bin rundum zufrieden mit diesem Tag und mit meinem Pilgerdasein. Ich hatte nur das Gefühl, Euch mehr bieten zu sollen, damit Ihr Euch nicht langweilt.

      Herzliche Grüße aus Varaire, wo gerade wegen des heftigen Gewitters der komplette Strom im Dorf ausgefallen ist!
      Burkard

      1. Na, wenn der Stromausfall mal nicht spektakulär ist, lieber Burkard.
        Ohne Strom – das Leben tickt auf einmal ganz anders: es ist dunkel — wir müssen Kerzen anzünden, das Internet funktioniert nur bedingt, das Händi kann nicht geladen werden …
        Nicht jeden Tag ereignet sich etwas Spektakuläres. Es ist halt Alltag – egal ob Beruf oder Pilgerdasein.
        Hervorsticht ja die rote Stockrose aus Deinen Bildern – ein Highlight. Schön, dass Du das auch so wahrgenommen hast – zumindest entnehme ich das Deinem Kommentar.
        Ich hatte nur Deine Äußerungen aus Deinem Wochenrückblick zur Neugier im Sinn.
        Was hat Dich heute neugierig gemacht?
        Allseits angenehme Ruhe und viel Achtsamkeit für die vielen Geheimnisse des Alltags.
        Ulla

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