St-Alban-sur-Limagnole – Aumont-Aubrac (16,3km)

Die Kürze, nicht die Länge der heutigen, Etappe hat mich herausgefordert. Nach meiner bisherigen Erfahrung kann ich ja entspannt die dreifache Strecke gehen, und ich muss sagen, das ist einfacher für mich. Mein Ansporn zu einer gewissen Leistung motiviert mich und gibt meinem Tag vordergründigen Sinn. Darauf ganz zu verzichten, so wie heute, fällt mir richtig schwer und hinterlässt erst einmal eine große Leere.

Durch den Tag begleitet hat mich der wunderbare Text “Die Kunst der kleinen Schritte” von Antoine de Saint-Exupéry, den mir meine Herzallerliebste genau passend zu meiner Verfassung zugeschickt hat.

Die Ankunft am Zielort fühlt sich eigentlich immer gleich an, egal ob ich sechzehn, fünfunddreißig oder fünfzig Kilometer vorher gegangen bin. Es ist einfach schön, wieder Zivilisation in Form von Menschen, Häusern und Geschäften um sich zu haben und so elementare Bedürfnisse wie essen, trinken und schlafen sicher befriedigt zu bekommen. Die Stimmung ist hier bei diesem wunderschönen Wetter heiter und gelassen. Ich sitze hier vor einer Bar mitten im Ort bei meinem Feierabendbier und genieße die südfranzösische Atmosphäre. Alles in allem bin ich mit meinem Pilgerdasein bei diesem wunderschönen Wetter und in dieser beeindruckenden Gegend sehr zufrieden!

2 Kommentare

  1. Hallo Burkhard , Bin gerade mit einer Freundin auf dem Saar-Hunsrück steig unterwegs. Wir haben auch “nur” 19 km geschafft. Aber der Slogan der Saarländer lautet: aus dem Kleinen was Großes machen. In diesem Sinne weitere gute Erfahrungen beim “Entschleunigen” und herzliche Grüße Evelyn

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