Saint-Paulien – Le Puy-en-Velay (17,5km)

Wie schön das ist, bei gutem Wetter frühzeitig aufzubrechen! Um halb Sechs war ich wieder auf den Beinen, da war es noch immer stockdunkel. Die Sonne geht mittlerweile erst um zehn vor sieben auf; die Tage werden wegen des südlicheren Breitengrades und der fortgeschrittenen Jahreszeit schon wieder deutlich kürzer.
Das Spektakulärste auf dem Weg von Saint-Paulien nach Le Puy-en-Velay ist zweifellos die Burg Polignac. Sie liegt malerisch auf einer der hier im Velay recht zahlreichen Basaltkuppen, ganz genau so, wie man sich eine Ritterburg vorstellt. Drum herum liegt das Dorf mit seinen 2.817 Einwohnern, wie im Bilderbuch!

In Le Puy-en-Velay angekommen habe ich mir zuerst die Kathedrale mit der schwarzen Madonna und das anliegende Kloster mit einem zauberhaften Kreuzgang angesehen, eine beeindruckende Mischung verschiedener Baustile! Dann bin ich den Berg zur Marienstatue hochgeklettert. Von dort hatte ich bei schönem Morgenlicht eine grandiose Aussicht auf die Kathedrale, die Stadt und das sie umgebende Velay.

Hier in Le Puy-en-Velay liegt nach den Streckenangaben meiner Pilgerführer etwas mehr als die Hälfte meiner Gehstrecke hinter mir, ein guter Grund zum Feiern! Mal sehen, ob ich gleich jemanden finde, der mit mir anstößt.

Zum Mittagessen gab’s dann das erste Pilgermenü meines Weges, für zehn Euro Vorspeise, Hauptgericht und Käse. Wein und Espresso gingen extra. Ich war bestens zufrieden!

Einige andere Pilger habe ich bei meinen Rundgängen schon getroffen. Ich denke, morgen früh um Sieben bei der Pilgermesse in der Kathedrale werden sie alle da sein. Ich bin mal gespannt, wie viele mit mir zusammen loslaufen werden!

Untergekommen bin ich heute im Grand Séminaire Saint Georges. Weil ich nicht zuvor reserviert hatte, bekomme ich dort zwar nichts zu Essen, habe aber immerhin ein Zweibettzimmer für mich allein.

2 Kommentare

  1. Hallo Burkard, die Fotos sind wieder phantastisch!!!! Die Sonnenaufgänge und überhaupt alles. Saint Michel habe ich auch vor ca. 30 Jahren besucht. Ich frage mich, wie Du das alles technisch so hinkriegst. Du wirst ja nicht überall WLAN haben oder Dein Handy aufladen können. Ja, dann weiterhin viele schöne Eindrücke und interessante Begegnungen. Im Moment scheint es auf Deinem Weg ja noch nicht von Pilgern so überfüllt zu sein. Liebe Grüße Evelyn

    1. Guten Morgen Evelyn!

      Danke für die Blumen! Ich bin selbst erstaunt, was für anständige Bilder mein Händi zuweilen hinkriegt. Ja, die regelmäßige Strom- und Netzversorgung von iPhone und iPad ist schon eine Herausforderung. Manchmal klappt’s eben auch nicht; dann schicke ich meinen Blogbeitrag eben einen Tag später.

      Bisher bin ich ja erst auf eine andere Pilgerin, Sabine eben, getroffen. Das wird sich hier ab Le Puy-en-Velay gleich um Sieben nach der Pilgermesse schlagartig ändern. Ich bin mal gespannt, wie viele es werden, die mit mir in die historische Via Podiensis starten und wie die Infrastruktur damit klarkommt. Ich werde berichten.

      Dir einen guten Tag und herzliche Grüße
      Burkard

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