Le Cergne – Noailly (36,9km)

Eigentlich sollte ja heute Briennon mein Ziel sein. Das einzige Hotel dort hatte jedoch wegen Geschäftsaufgabe seinen Dienst eingestellt und die privaten Chambres waren belegt. So blieb mir nichts anderes übrig, als einfach weiterzugehen.

Nach etwa zehn zusätzlichen Kilometern bin ich nun im Gîte Communal von Noailly gelandet. Ein schönes Kontrastprogramm zu meiner gestrigen Nobelherberge! Hier gibt’s nix außer zwei Schlafräumen mit jeweils drei Doppelstockbetten und einem Einzelbett sowie einer Dusche. Da ich allerdings der einzige Gast bin, darf ich mich hier beliebig austoben.

Die heutige Etappe führte mich aus den Bergen ins Tal der Loire herunter, bestand also im Wesentlichen in entspanntem Bergabgehen. Nur die Temperatur ist gegenüber vorgestern und gestern wieder deutlich höher, außerdem ist es ziemlich schwül. So fand ich dann die letzten Kilometer doch reichlich anstrengend.

Unterwegs haben mich noch zwei dreiste Köter gejagt, wahrscheinlich wollten die nur spielen. Allerdings schienen sie mir reichlich aggressiv und waren auch meinen Waden schon so nahe gekommen, dass ich diese Aufdringlichkeit durch den erstmaligen Einsatz meines Pfeffersprays erfolgreich unterbunden habe. Ich hatte bis dato keine Vorstellung, ob überhaupt und wie das Zeugs wirkt. Nach meiner Erfahrung von heute kann ich es nur wärmstens empfehlen! Es wirkt allerdings nur auf kurze Entfernung, man muss die Hunde also etwa auf Armlänge herankommen lassen und idealerweise dabei den Wind im Rücken haben.

Ein Kommentar

  1. Kühe sind wohl zurzeit neben Kirchen und Bett Dein Lieblingsmotiv, lieber Burkard.
    Sie schauen so schön treu, sogar noch treuer als so mancher Hund.
    Auf Kreta empfehlen die Einheimischen ein Stein aufzuklauben. Wir haben es probiert und in der Tat, die Hunde verziehen sich mit eingekniffenem Schwanz – zum Lachen.
    Wie war Dein Tag heute = 12.08.?
    Sei herzlich gegrüßt von
    Ulla

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