Meursault – Buxy (42,6km)

Kurz nach Meursault habe ich das pittoreske und auch touristisch gut erschlossene Weinanbaugebiet der Côte d’Or und der Côte de Beaune verlassen. Nach Chagny bekommt die Landschaft einen rauheren und bergigeren Charakter. Das gefällt mir gut, denn diese ewigen schattenlosen Weinberge hingen mir mittlerweile zum Hals heraus. Jetzt verlangt das Landschaftsprofil dem Wanderer deutlich mehr ab. Ständig geht’s steil rauf oder steil runter. Da kommt man ganz gut ins Schwitzen!

Apropos Schwitzen, bei meinem Aufbruch heute Morgen um Fünf zeigte das Thermometer gemütliche zweiundzwanzig Grad. Bei meiner Ankunft in Buxy hatten wir vierunddreißig. Im Schatten wohlgemerkt! In der Sonne, die der Wanderer meistens über sich spürt, ist’s natürlich deutlich heißer. Auch mit meinem umfunktionierten Regenschirm bricht mir bei diesen Temperaturen schon im Stehen der Schweiß aus.

Eigentlich sollte angesichts der Hitze auch heute nach 25 Kilometern Schluss sein. Aber erst in Buxy fand ich eine Unterkunft für diese Nacht. In der touristisch gut erschlossenen Côte d’Or war das sehr viel einfacher!

2 Kommentare

  1. Lieber Burkard,
    wie geht es Deiner Zerrung? Spürst Du sie noch?
    Sitze bei 25° C um 21:15 im Garten. Der Nachbar bearbeitet seine Terrasse mit einem Wasserstrahler. Wenn er Pause macht, lausche ich dem Konzert vom MAIK0TTEN – das ist das Leben in der Stadt! KEINE Ruhe.
    Nebenbei lese ich, was Sloterdijk zum RING zu vermelden hat. Ach, was ist es schön – die Welt und ihr Genörgel.
    Und dann weht der Duft vom Phlox zu mir herüber und ein Glas Wein holt mich in die Wirklichkeit zurück: das Leben.
    Sei herzlich gegrüßt von
    Ulla

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