Épagny – Dijon (32,2km)

Die paar Kilometer bis Dijon heute Morgen waren nicht der Rede wert. Um kurz vor zehn Uhr war ich schon da und habe mich gleich auf die Suche nach dem Outdoor-Laden gemacht, den meine Sabine für mich recherchiert hatte. Vor einigen Tagen hatte ich nämlich meinen treuen Regenschirm im Hotel vergessen, und als ich es merkte, war ich schon zu weit gegangen, um nochmal umzukehren. Also muss ein neuer Schirm her, insbesondere, weil für morgen kräftiger Regen angekündigt ist. Leider hatte der besagte Outdoor-Laden geschlossen. Erst nach längerem Suchen bin ich schließlich bei Lafayette fündig geworden. Natürlich nicht mit dem gewünschten extraleichten Outdoor-Expeditionsschirm sondern nur mit ESPRIT-Massenware. Ich bin gespannt, wie sich das Ding morgen bewährt!

Einige Ecken der Innenstadt von Dijon habe auch schon gesehen. Eine beeindruckende alte Stadt mit Gebäuden aus allen Epochen. Besonders imposant ist der Palast der Herzöge von Burgund mit den Patrizierhäusern drumherum.

Die Kathedrale Saint-Bénigne selbst hat mich nicht so sehr beeindruckt, wohl aber die Krypta ihrer frühromanischen Vorgängerin aus dem XI. Jahrhundert, die als Einziges von ihr noch erhalten ist und sich unter der aktuellen Kirche befindet. Zentraler Teil dieses Baukörpers ist eine Rotunde, deren Gewölbe von drei konzentrischen Säulenkreisen getragen wird. In dieser Rotunde herrscht eine ganz besondere Atmosphäre!

An Notre-Dame de Dijon haben mich vor allem die drei Reihen Wasserspeier an ihrem Westwerk beeindruckt. Jeder Kopf und jede Grimasse sind anders und auf ihre Art erschreckend.

Am frühen Abend habe ich meinen Stadtrundgang beendet. Die vielen Menschen und vor allem die Hitze mit fünfunddreißig Grad im Schatten sind nicht mein Ding. Jetzt bin ich froh, im klimatisierten Hotelzimmer zu sitzen und vor dem Schlafengehen noch zu schreiben und etwas zu lesen. Morgen vor Tagesanbruch geht’s wieder weiter. Bei aller Schönheit von Dijon freue ich mich doch, wieder aus dem Getümmel heraus und mit mir allein zu sein!

3 Kommentare

  1. … und wo sind die Bilder, lieber Burkard.
    Zum Schirm: Ich will Dich ja nicht enttäuschen, aber mein lilaner Schirm hat direkt beim ersten Benutzen eine Schlag bekommen. Wahrscheinlich lag es an dem Sturm, zu dem er zum Einsatz kam. Er ist auch schon ein paar Jahre alt und sicher haben sie inzwischen an der Qualität gearbeitet. … und vielleicht regnet es morgen ja auch nicht.
    Einen regenlosen Tag wünscht Dir Ulla

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