1. Klaus, mein Lieber,

      danke für Deine guten Wünsche! Zum Wetter: Nun ja, es ist halb vier (morgens) und draußen sind 21° bei 87% Luftfeuchte. Klingt auf jeden Fall so, als könnten die heutigen 40km bis Vechta anstrengend werden. Ich will dann jetzt mal losgehen.

      Herzliche Grüße
      Burkard

      1. Als ich sah, dass das Pilgerbuch auf spanisch ist, wollte ich meinen Abschiedsgruß entsprechend formulieren 😉

        Mucha suerte = viel Glück
        y que le vaya bien = und Ihnen alles Gute
        en su peregrinación = auf Ihrer Pilgerfahrt
        a pie = zu Fuß

        Ich wurde von meinen Kollegen in Bolivien fast immer mit “que te vaya bien” verabschiedet (im Sinn von “mach’s gut”), so dass dies für mich die Bedeutung eines oft gehörten lieben Abschiedsgrußes hat. Diesen wollte ich Ihnen ebenfalls mitgeben.

        Außerdem ist “vaya” eine Konjugation von “ir”, was “gehen” entspricht. Deshalb kann man “vaya bien” auch mit “gut gehen” übersetzen.
        Also, lassen Sie es sich gut gehen und gehen Sie gut!

        Bei dieser Gelegenheit: vielen Dank für die tollen Fotos und Erläuterungen! Wenn Sie mit dieser Geschwindigkeit weitergehen, haben Sie ja genug Zeit auch wieder zu Fuß zurück zu kommen.

  1. Lieber Burkard, ich hoffe Du hast ein schattiges Plätzchen gefunden.
    Wie ich lese, punktest Du schon mit Augustinus. Allerdings stimmt mich der Spruch angesichts Deines Vorhabens nachdenklich. Gehst Du mit so schweren Gedanken oder liegst es an meiner Stimmung. Oder suchst Du Ruhe? …
    Alles Gute wünscht Dir herzlich Ulla

    1. Liebe Ulla! Na ja, nachdenken darf man bei dem zitierten Augustinussatz ja auch. Aber wie kommst Du auf schwere Gedanken? Ich fühle mich wunderbar, leicht und von der Liebe beflügelt. Aber das schließt doch Augustinus nicht aus, oder? Ich mag es einfach, mich mit Menschen zu befassen, die etwas zu sagen haben. Und zu diesem Kreis zähle ich ihn. Den obigen Satz von ihm hatte ich mir für meinen gestrigen Pilgersegen gewünscht.
      Herzliche Grüße, Burkard

      1. Lieber Burkard,
        der Satz steht für mich im Widerspruch zu dem Lebensgefühl, das Du für Dich beschreibst. Denn aus meiner bescheidenen Perspektive hast Du ja Deinen Ruhepol in Sabine gefunden. Auf diese Pilgerreise treibt Dich ja etwas – ganz gewiss. Was? Die Unruhe, die Augustinus anspricht, bedeutet für mich innere Unruhe, Suche nach – ich weiß nicht was. Und wenn ich die Ruhe gefunden habe, bin ich am Ende meines Lebens angekommen. Übertragen auf Dein Pilgern wärst Du am Ende der Reise am Ende Deines Lebens angekommen, weil Du das gefunden hast, was du suchst. Sicher hast Du etwas für Dich erfahren, was Dich reifen lässt. Aber für mich stehst Du mitten im Leben in jeglicher Beziehung.
        Weiterhin spannende Gedanken wünscht Dir herzlich
        Ulla

  2. Liebe Ulla,
    danke für Deinen ausführlichen Kommentar! Offenbar lässt Dir ja der Satz keine Ruhe. Ich finde ihn überhaupt nicht erschreckend oder irritierend. Ich spüre nur das unruhige Herz, und das wird so schnell noch keine Ruhe finden. Ganz sicher ist Sabine nach unserem Hochzeitsspruch von Hesse meine Heimat, zumindest in diesem Leben. Und doch ist da die Unruhe, die mich loslaufen lässt. Die Analogie zwischen einer Pilgerreise und der Lebensreise mag ja ein schönes Bild sein, ich werde jedenfalls von Santiago aus wieder in die Arme meiner Liebsten fliegen. Sabine machte mich vorhin darauf aufmerksam, wie gut das Hessegedicht zu unserer aktuellen Situation passt. Das ist doch toll, oder?
    Herzliche Grüße, Burkard

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